Tourismus in Sevilla (Spanien)

Die Giralda

11 January, 2009

Ursprünglich diente sei als Aussichtsturm und als Minarett, von dem der Muezzin das Gebet ausrief, war rund 8o Meter hoch und besass eine fliesenge schmückte kuppel als Bekrönung. Der steil aufragende Turm war 1184 zeitgleich mit den Minaretten von Marrakesch und Rabat in Hausteintechnik begonnen worden Charakteristisch  für die almohadische Baukunst sind die zu einem Rautennetz verflochtenen Arkaden, ein einfaches, aber wirkungsvolles Muster, ein fliessendes Spiel von Licht und Schatten, das sich in schmalen Bahnen an den Wandflächen der vier Turmseiten ausbreitet.

Die Verwendung des spitzenartigen, fikigranen Netzes, auch Sebka- Muster oder ajaraca gennant, ist ein besonderer kunstgriff, denn die Dekoration lässt den Turmschaft optisch schlanker und höher erscheinen. Für die Beleuchtung im Inneren sorgen mehere Zwillingsfenster, die übereinandergesetzt, ein auffälliges, genau in der Mitte verlaufendes Zierband ergeben.

 Im 14. Jahrhundert wurden die muslimischen Bronzekugeln an der Spitze durch das christliche Symbol ersetz 1568 setze Hernán Ruiz das Renaissancetürmchen auf, das gut zur maurischen Bassis passt. Als die christliche Herrscher Sevilla eroberten, rissen sie zwar die Hauptmochee ab, liessen aber das Minarett stehen, versahen es mit kleinen Balkons aus weissem Marmor und fertigten 1568 einen Aufsatz an , der die Turmhöhe auf 93 Meter erhöht und mit einer fast dreizehn Tonnen schweren, vier Meter  hohen, weiblichen Bronzefigur abschliesst. Die Dame, die dort oben siegreich triumphierend auf Sevilla herabblickt, stellt eine Allegorie des Glaubens dar, dient aber hauptsächlich als Wetterfahnea auf spanisch Giraldillo, deshalb sie im Volksmund La Giralda gennant, wird.

Aus dem 18. Jahrhundert stammt der Erzbischöfliche Palast, dessen barocke Fassade gemeinsam mit der Giralda und der impossanten Ostanlage der Kathedrale auf der Plaza de los Reyes Católicos die baulichen Akzenten setz. Die Plaza gilt als einer der bekanntesten Plätze Sevillas, auf dieser Platz, auf der ein Brunnen von José Lafita steht, warten Pferdekutschen. Die Giralda hatte auch eine Uhr, die erste Turmuhr Spaniens.

Man kann die Giralda besichtigen und die 35 sanften Rampen hinaufgehen, die anscheinend so konstruiert wurden, um dem schon greisen Ersten Muezzin zu erleben, zu Pferd hinaufzureiten, um sein Azalá zu absolvieren. Neben der Giralda befindet sich die Strasse Mateos Gago, wo wir viele Bars und Restaurants finden können. Die Strasse ist von Souvenirläden und Tapas-Bars gesäumt. Auch befindet sich das Archiv der Indiens

Der Palast San Telmo

9 January, 2009

Zwischen der Tabakfabrik und der Uferpromenade befindet sich einer der schönsten Barockpaläste der Stadt, der Palacio de San Telmo. Es ist nach dem Heligen Telmo, dem Schutzpatron der Navigatoren bennant. In dem 1682  bis 1734 erbauten Palast war zunächst die Marinenschule untergebracht, 1849 ging das Anwesen in den Besitz der Grafen von Montpensier über, bis die Infantin Doña María Luisa es dem Erzbischopf von Sevilla stiftete, der es 1901 in ein Priesterseminar verwandelte, heute ist er Sitz des Präsidenten der Junta de Andalucía (Regionalparlament).

Das Schmuckstück der ansonsten eher kargen, langgezogenen Mauerfront an der Avenida de Roma ist ein mit Skulpturen und Doppelsäulen reich verziertes Portal, das von Leonardo und Antonio Matías de Figueroa entworfen wurde, zwei Mitgliedern jener grossen Dynastie von Architekten, die den andalusischen Barok geprägt hat. In der offene Arkade oberhalb des prunkvollen Mittelbalkons residiert San Telmo. Der Dominikanerpater Pedro Telmo wird seit dem 16.Jahrhundert von den Seeleuten Sevillas verehrt, da er sich auf Masten und Rahen mit einem grünen Licht, dem Sankt Elms Feuer, in der Hand zu erkennen gab und die stürmilische See beruhigte.

Die Nordfassade ist mit einer Reihe von prominenten Persönlichkeiten gekrönt. Diese Skulpturen wurden 1895 von Susillo angefügt. Darunter sind einige berühmte künstler wie Murillo, Velázquez und Montañés. Über dem Eingang  steht ein Standbild des heiligen Telmo. Gegenüber dem Palast befindet sich die ehemalige königliche Tabakfabrik, heute ist Teil der Universität von Sevilla.

Die Kathedrale

7 January, 2009

“Bauen wir eine Kathedrale, sprachen die Domherren, so gross und schön,dass alle,die sie sehen,uns für wahnsinnig halten”. Die alte siebzehenschiffige Moschee inmitten der Stadt, die seit der Eroberung durch Ferdinand III. im Jahr 1248 als Bischofskirche gedient hatte, wurde abgerissen und an ihrer Stelle 1401 der Bau einer riesigen Kirchenanlage begonnen. Mit einer Grundfläche von 166 mal 76 Metern und einer Höhe von 40 Metern sollte sie die grösste Lathedrale Europas und die drittgrösste Kirch der Christenheit werden. Der Neubau wurde damit begründet, dass die Moschee baufällig sei und beim nächsten Erdbeben einstürzen würde.

Die Kathedrale - Sevilla (Spanien)

Die Kathedrale - Sevilla (Spanien)

Sevillas Gotteshaus, Santa Maria de la Sede, das in der relativ Kurzen Bauzeit von nur 105 Jahren vollendet wurde, sollte ein steinernes Manifest der siegreichen Christenheit werden, zu einer Zeit, als die Muslime mit dem Königreich Granada immer noch den Südosten Spaniens besetz hielten.Man begann zuerst mit der Errichtung der Westfassade, doch schon hier zeigte sich, dass vieles begonnen, aber nur wenig vollendet werden konnte, die heutige Portalanlage wurde erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt.

Der Innenraum der Kathedrale wird an den Längsseiten durch eine Reihe von Kapellen eingefasst, von denen allein die Taufkapelle nahe der inneren Westfassade eine genauere Betrachtung verdient. Über dem Altar befindet sich das riesige Gemälde der Vision des Helligen Antonius, ein Werk des berühmten sevillanischen Malers Murillo.

Das Herzstück der kathedrale bildet die Capilla Real, die Königskapelle in der grossen Ostapsis, die 1551 bis 1575 im plateresken Stil ausgeführt wurde. Die kostbare kirche in der kirche dient als Grablege könig Ferdinands III. dessen reichverzierter barocker Schrein auf denm Sockel des ursprünglichen Grabes ruht. Hier haben sich die Reste hebräischer, arabischer lateinischer und altspanischer Inschriften erhalten, die das Monument als Stiftung von könig Alfons X. ausweisen. Auf einem Silbersessel im Scheitel der kapielle thront die von allen Sevillanern hochverehrte Virgen de los Reyes (Jungfrau der könige), eine mit wertvollem Schmuck überladene Madonnefigur.

Neben der kathedrale steht das Indienarchiv und Alcazar als drittes Weltkulturerbe an der Plaza del Triunfo. Der Orangenhof, der ehemalige Vorhof der Moschee, wird von einer zinnengekrönten Mauer und Arkaden mit Hufeisenbögen eingefasst. Den muslimischen Reinigunsritualen vor dem Gebet diente der zentrale Brunnen, den ein westgotisches Becken bekrönt.

An der brunnengeschmückten Plaza Virgen de los Reyes, wo auch der Erzbischöfliche Palast mit üppigem Barockportal liegt 18.Jh. zweigt die orangebaumbepflanzte und von Bars gesäumte Mateos Gago Strasse ab, die das Viertel Santa Cruz begrenzt. Von hier bietet sich ein besonders schöner Blick auf die Giralda.

Das Archiv der Indiens

27 December, 2008

Das Archiv Indiens steht neben Kathedrale und Alkazar als drittes Weltkulturerbe an der Plaza del Triunfo. Der Kubische strenge Bau am Platz ist die Lonja, die ehemalige Börse. Der Bau, zwischen 1584 und 1598 errichtet nach Plänen von Juan de Herrera, Mitarchitekt von el Escorial bei Madrid, diente als Handelbörse .

Das Archiv der Indiens (Sevilla - Spanien)

Das Archiv der Indiens (Sevilla - Spanien)

Fast alles, was Ärmter und Behörden im Auftrag der spansichen Regierung seit der Entdeckung Amerikas 1492. Jahrjundert in bezug auf Amerikas und die Philippinen schritlich niedergelegt hatten, befindet sich heute im grossen Archiv mitten im Zentrum von Sevilla, sozusagen Amerika im Aktenschrank. Ab 1785 übernahm das Haus die Funktion eines Archiv, in dem alle wichtigen Dokumente bezüglich der Entdeckung Amerikas und der Verwaltung des immensen spanischen Kolonialgebietes vom 15. bis 19. Jh. unter einem Dach zusammengestellt wurden.

Jahrhundertealte Urkunden, Erlasse, Berichte, Karten und Briefe, darunter von Kolumbus und Cervantes, oder auch der Vertrag von Tordesillas, in dem die Königshäuser von Spanien und Portugal 1494 die Neue Welt unter sich aufteilten, wurden aus mehreren Orten Spaniens zusammengetragen und liessen das Archiv auf 43000 Aktenbündel, insgesamt rund 90 Millionen Einzeldokumente anwachsen. Es wurden Magazine und Leseäle eingerichtet, in denen Historiker, Sprachwissenschaftler, Meeresarchäologen und Graphologen noch heute forschen.

Besucher des Arcchiv Indiens gelangen über Marmortreppen in die Blibiotheksräume, in denen Zeichnungen, Laandkarten präsentiert werden. Die Ausstellungen wechseln regelmässig, so kann man z.B. eine karte von Acapulco, als es kaun mehr als eine Burg war. Es befindet sich in der Nähe des Plazt von Franziskus, wo das Rathaus steht. Nur ein  Teil des Archivs ist zu besichtigen.

Der Orangenhof

19 December, 2008

In das Innere der Kathedrale gelangt man durch die Puerta de los Palos, unmittelbar neben dem steil ajfragenden Glockenturm, der Giralda. Es empfiehlt sich, den Rundgang mit dem luftigen Orangenhof , den Orangenhof, zu beginnen neben der Giralda dea einzige Überbleibsel almohadischer Baukunst in Sevilla. Man erreicht ihn durch den Aussgang im nördlichen Querhaus.

Der Orangenhof (Sevilla - Spanien)

Der Orangenhof (Sevilla - Spanien)

In dem rechteckigen Hof , der einst Waschbecken und Latrinen besass, wuschen sich die Gläubigen Gesicht, Hände  und Füsse, ehe sie am gemeinschaftlichen Gebet in der Moschee teilnahmen. Auf der Nord und Ostseite haben sich insgesamt neunzehn Hufeisenbögen aus maurischer Zeit erhalten. Während das Sanktuarium den westlichen Abschluss des Hofes bildet, ist im östliches Flügel die Kolumbische Bibliothek untergebracht, die Hernando Colón, der Sohn des grossen Entdeckers, dem Domkapitel vermachte.

Zu den wertvollsten Inkunabeln zählen eine Bibel von könig Alfonso X. sowie Bücher aus dem Besitz des Christoph Kolumbus mit seinen eigenen handschiftlichen Randbemerkungen. An der Südoostecke befindet sich auch die Krokodrilspforte, die ihten Namen einem hölzernen Reptil verdalt, das der Sultan von Ägypten 1260 dem Kastilischen König Alfonso X. zum Staatsgeschenk machte, als er um die Hand seiner Tochter anhielt. Das exotische Kriechtier fand einen Platz in der Kathedrale, weil selbst die Christen in ihm einen Glücksbringer und ein Mittel gegen den bösen Blick sahen. Den Haupteingang zur Moschee bildete das Nordportal, die Puerta del Perdón, die durch einen Hufeisenbogen,  Kacheln Fenster, Türflugel mit verzierten Bronzeplatten sowie später angefügtes platereskes Dekor ausgezeichnet wird.

Das Pilatus Haus

19 December, 2008

Es ist einer der bedeutendsten Stadtpälaste aus dem 16.Jahrundert. Bauherren waren der Königliche Statthalter Don Pedro Enriquez und sein Sohn Don Fadrique. Dieser war 1519 von einer Pilgerreise nach Jerusalem zurückgekert  und stellte nun fest , dass, sein Palast von einer kapelle ausserhalb Sevillas ebensoweit entfernt lag wie das Haus des römischen Prätors Pontius Pilatus von der Gräberstätte Goldgahta.

Der Palast ist im Privatbesitz der herzöge von Medinacelli, beherbergt heute ihr umfangsreiches Familienarchiv und wird von einer Stiftung verwaltet. Herzstück der Anlage ist der Haupthof, ein heller vornehmer Patio mit luftigen, zweigeschossigen Arkaden und reichen yesería- Dekor. Wunderchöne Azulejo- Muster zieren den Haupthof in der Casa von Pilatus. Der farbenprächtige Schmuck wurde 15336 bis 1538 von Diego und Juan Polido geschaffen, zwei Handwerken aus Sevillas altem Stadtteil Triana.

Die hier ausgestellten Werke, vier Marmorstatuen und Kaiserbüsten, brachten ein Neffe Don Fadriques zu Beginn des 16.Jahrhundert von seiner Italienreise mit. Von Haupthof aus erreicht man die schönsten  Räume des Palastes. Rechts schliesst sich der Salón del Pretorio an, ein langgesstreckter Saal, der von einer kunstvoll gearbeiten artesonado- Decke überdacht wird. Auch hier sind die Wände mit Fliesen und Stucktapeten überzogen .

Über der orangenfarbenen Corredor del  Zaquizami, einen im klassizistischen Geschmack gehaltenen, mit zahlreicen Büsten,  Trophäen und Grabplatten ausgestatteten Durchgang , gelangt man in den hübschen Jardin Chico, den kleinen Garten mit Wasserbecken, Palmen und bunten Blumenrabatten , und weiter in den Salón Dorado, einen vornehmen Pavillon, der in den Garten hineinragt.

Über den Haupthof erreicht man schliesslich  auch das Gabinete de Pilatos. einen der schönsten Säle der mudejaren Kunst. Auch hier finden wir eine prächtige artesonado  Decke und den aufwendigen Wandschmuck aus Fliesen und Stuck vor und entdeclen zusätzlich einen kleinen, in den Boden eingelassenen Bronzebrunnen. Abschliessend sollte man auch einen Blick ins Treppenhaus werfen, eine imposante Anlage, in der man noch einmal die Vorliebe für Kacheln und Gipsbrennerei geniessen kann. Vielleicht ist er das schönste Museum der ganzen Stadt. Er liegt nicht weit weg von der Kathedrale und Giralda.