Das Pilatus Haus

Es ist einer der bedeutendsten Stadtpälaste aus dem 16.Jahrundert. Bauherren waren der Königliche Statthalter Don Pedro Enriquez und sein Sohn Don Fadrique. Dieser war 1519 von einer Pilgerreise nach Jerusalem zurückgekert  und stellte nun fest , dass, sein Palast von einer kapelle ausserhalb Sevillas ebensoweit entfernt lag wie das Haus des römischen Prätors Pontius Pilatus von der Gräberstätte Goldgahta.

Der Palast ist im Privatbesitz der herzöge von Medinacelli, beherbergt heute ihr umfangsreiches Familienarchiv und wird von einer Stiftung verwaltet. Herzstück der Anlage ist der Haupthof, ein heller vornehmer Patio mit luftigen, zweigeschossigen Arkaden und reichen yesería- Dekor. Wunderchöne Azulejo- Muster zieren den Haupthof in der Casa von Pilatus. Der farbenprächtige Schmuck wurde 15336 bis 1538 von Diego und Juan Polido geschaffen, zwei Handwerken aus Sevillas altem Stadtteil Triana.

Die hier ausgestellten Werke, vier Marmorstatuen und Kaiserbüsten, brachten ein Neffe Don Fadriques zu Beginn des 16.Jahrhundert von seiner Italienreise mit. Von Haupthof aus erreicht man die schönsten  Räume des Palastes. Rechts schliesst sich der Salón del Pretorio an, ein langgesstreckter Saal, der von einer kunstvoll gearbeiten artesonado- Decke überdacht wird. Auch hier sind die Wände mit Fliesen und Stucktapeten überzogen .

Über der orangenfarbenen Corredor del  Zaquizami, einen im klassizistischen Geschmack gehaltenen, mit zahlreicen Büsten,  Trophäen und Grabplatten ausgestatteten Durchgang , gelangt man in den hübschen Jardin Chico, den kleinen Garten mit Wasserbecken, Palmen und bunten Blumenrabatten , und weiter in den Salón Dorado, einen vornehmen Pavillon, der in den Garten hineinragt.

Über den Haupthof erreicht man schliesslich  auch das Gabinete de Pilatos. einen der schönsten Säle der mudejaren Kunst. Auch hier finden wir eine prächtige artesonado  Decke und den aufwendigen Wandschmuck aus Fliesen und Stuck vor und entdeclen zusätzlich einen kleinen, in den Boden eingelassenen Bronzebrunnen. Abschliessend sollte man auch einen Blick ins Treppenhaus werfen, eine imposante Anlage, in der man noch einmal die Vorliebe für Kacheln und Gipsbrennerei geniessen kann. Vielleicht ist er das schönste Museum der ganzen Stadt. Er liegt nicht weit weg von der Kathedrale und Giralda.

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