Der Palast San Telmo

Zwischen der Tabakfabrik und der Uferpromenade befindet sich einer der schönsten Barockpaläste der Stadt, der Palacio de San Telmo. Es ist nach dem Heligen Telmo, dem Schutzpatron der Navigatoren bennant. In dem 1682  bis 1734 erbauten Palast war zunächst die Marinenschule untergebracht, 1849 ging das Anwesen in den Besitz der Grafen von Montpensier über, bis die Infantin Doña María Luisa es dem Erzbischopf von Sevilla stiftete, der es 1901 in ein Priesterseminar verwandelte, heute ist er Sitz des Präsidenten der Junta de Andalucía (Regionalparlament).

Das Schmuckstück der ansonsten eher kargen, langgezogenen Mauerfront an der Avenida de Roma ist ein mit Skulpturen und Doppelsäulen reich verziertes Portal, das von Leonardo und Antonio Matías de Figueroa entworfen wurde, zwei Mitgliedern jener grossen Dynastie von Architekten, die den andalusischen Barok geprägt hat. In der offene Arkade oberhalb des prunkvollen Mittelbalkons residiert San Telmo. Der Dominikanerpater Pedro Telmo wird seit dem 16.Jahrhundert von den Seeleuten Sevillas verehrt, da er sich auf Masten und Rahen mit einem grünen Licht, dem Sankt Elms Feuer, in der Hand zu erkennen gab und die stürmilische See beruhigte.

Die Nordfassade ist mit einer Reihe von prominenten Persönlichkeiten gekrönt. Diese Skulpturen wurden 1895 von Susillo angefügt. Darunter sind einige berühmte künstler wie Murillo, Velázquez und Montañés. Über dem Eingang  steht ein Standbild des heiligen Telmo. Gegenüber dem Palast befindet sich die ehemalige königliche Tabakfabrik, heute ist Teil der Universität von Sevilla.

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