Die Tabakfabrik

Schauplatz des ersten Aktes der Oper Carmen ist ein Platz vor dem Tor zur Tabakfabrik. Wo heute ein Teil der Universitätsverwaltung residiert und fleissige Stundenten ein und ausgehen, waren whwmals Tausende von Frauen damit beschäftigt, aus Tabakblättern Zigarren zu drehen. Das Genussmittel war sehr begehrt, nicht umsonst war der riesige Palast, der einem unbezwingwaren Militärgebaude gleicht, von einem Wassergraben umgeben und nur eine Brücke erreichbar. Man hatte ihn 1728 bis 1771 auf freiem Gelände ausserhalb der Stadt nach einem Entwurf des Holländers van der Beerg errichtet. 24 Innenhöfe, 87 Ställe für Pferde und Maulesel, die die Mühlen bewegten, 10 Brunnen sowie mehrere Fabriksäle waren hinter den massiven, hohen Mauern der Vierflügelanlage untergebracht.

Die Tabakfabrik besass eigene Gerichtsbarkeit, ein Gefängnis und eine besondere Militärwache. Ein Gemalde von Gonzalo de Bilbao, das sich heute im Museo de Bellas Artes befindet, beschreibt eindrucksvoll die Atmosphäre in einem der Fabriksäle, zeigt die Frauen bei der Arbeit, wie sie nebenbei ihre Kinder versorgen, plaudern und wie in der Oper singen.

Neben der Tabakfabrik befindet sich das Hotel Alfonso XIII , das luxuriöseste und teuere Hotel der Stadt, nebenan hat die andalusische Regierung im Palast San Telmo vom Ende des 17. Jahrhundert  ihren Sitz. Er diente als Seefahrerschule. Heute ist die Tabakfabrik, die heute Sitz des Rektorats und von verschiedenen Fakultäten der Universität ist. Seit das Gebäude Universitätssitz ist, liegt hier die Kapelle der Brüderschaft  der Studenten, die eine Christurfigur des Cristo de la Buena Muerte (Chirstus des guten Todes) von Juan de Mesa aus dem Jahr 1620 besitzt.

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