Tourismus in Sevilla (Spanien)

Das Archiv der Indiens

27 December, 2008

Das Archiv Indiens steht neben Kathedrale und Alkazar als drittes Weltkulturerbe an der Plaza del Triunfo. Der Kubische strenge Bau am Platz ist die Lonja, die ehemalige Börse. Der Bau, zwischen 1584 und 1598 errichtet nach Plänen von Juan de Herrera, Mitarchitekt von el Escorial bei Madrid, diente als Handelbörse .

Das Archiv der Indiens (Sevilla - Spanien)

Das Archiv der Indiens (Sevilla - Spanien)

Fast alles, was Ärmter und Behörden im Auftrag der spansichen Regierung seit der Entdeckung Amerikas 1492. Jahrjundert in bezug auf Amerikas und die Philippinen schritlich niedergelegt hatten, befindet sich heute im grossen Archiv mitten im Zentrum von Sevilla, sozusagen Amerika im Aktenschrank. Ab 1785 übernahm das Haus die Funktion eines Archiv, in dem alle wichtigen Dokumente bezüglich der Entdeckung Amerikas und der Verwaltung des immensen spanischen Kolonialgebietes vom 15. bis 19. Jh. unter einem Dach zusammengestellt wurden.

Jahrhundertealte Urkunden, Erlasse, Berichte, Karten und Briefe, darunter von Kolumbus und Cervantes, oder auch der Vertrag von Tordesillas, in dem die Königshäuser von Spanien und Portugal 1494 die Neue Welt unter sich aufteilten, wurden aus mehreren Orten Spaniens zusammengetragen und liessen das Archiv auf 43000 Aktenbündel, insgesamt rund 90 Millionen Einzeldokumente anwachsen. Es wurden Magazine und Leseäle eingerichtet, in denen Historiker, Sprachwissenschaftler, Meeresarchäologen und Graphologen noch heute forschen.

Besucher des Arcchiv Indiens gelangen über Marmortreppen in die Blibiotheksräume, in denen Zeichnungen, Laandkarten präsentiert werden. Die Ausstellungen wechseln regelmässig, so kann man z.B. eine karte von Acapulco, als es kaun mehr als eine Burg war. Es befindet sich in der Nähe des Plazt von Franziskus, wo das Rathaus steht. Nur ein  Teil des Archivs ist zu besichtigen.

Der Orangenhof

19 December, 2008

In das Innere der Kathedrale gelangt man durch die Puerta de los Palos, unmittelbar neben dem steil ajfragenden Glockenturm, der Giralda. Es empfiehlt sich, den Rundgang mit dem luftigen Orangenhof , den Orangenhof, zu beginnen neben der Giralda dea einzige Überbleibsel almohadischer Baukunst in Sevilla. Man erreicht ihn durch den Aussgang im nördlichen Querhaus.

Der Orangenhof (Sevilla - Spanien)

Der Orangenhof (Sevilla - Spanien)

In dem rechteckigen Hof , der einst Waschbecken und Latrinen besass, wuschen sich die Gläubigen Gesicht, Hände  und Füsse, ehe sie am gemeinschaftlichen Gebet in der Moschee teilnahmen. Auf der Nord und Ostseite haben sich insgesamt neunzehn Hufeisenbögen aus maurischer Zeit erhalten. Während das Sanktuarium den westlichen Abschluss des Hofes bildet, ist im östliches Flügel die Kolumbische Bibliothek untergebracht, die Hernando Colón, der Sohn des grossen Entdeckers, dem Domkapitel vermachte.

Zu den wertvollsten Inkunabeln zählen eine Bibel von könig Alfonso X. sowie Bücher aus dem Besitz des Christoph Kolumbus mit seinen eigenen handschiftlichen Randbemerkungen. An der Südoostecke befindet sich auch die Krokodrilspforte, die ihten Namen einem hölzernen Reptil verdalt, das der Sultan von Ägypten 1260 dem Kastilischen König Alfonso X. zum Staatsgeschenk machte, als er um die Hand seiner Tochter anhielt. Das exotische Kriechtier fand einen Platz in der Kathedrale, weil selbst die Christen in ihm einen Glücksbringer und ein Mittel gegen den bösen Blick sahen. Den Haupteingang zur Moschee bildete das Nordportal, die Puerta del Perdón, die durch einen Hufeisenbogen,  Kacheln Fenster, Türflugel mit verzierten Bronzeplatten sowie später angefügtes platereskes Dekor ausgezeichnet wird.

Das Pilatus Haus

19 December, 2008

Es ist einer der bedeutendsten Stadtpälaste aus dem 16.Jahrundert. Bauherren waren der Königliche Statthalter Don Pedro Enriquez und sein Sohn Don Fadrique. Dieser war 1519 von einer Pilgerreise nach Jerusalem zurückgekert  und stellte nun fest , dass, sein Palast von einer kapelle ausserhalb Sevillas ebensoweit entfernt lag wie das Haus des römischen Prätors Pontius Pilatus von der Gräberstätte Goldgahta.

Der Palast ist im Privatbesitz der herzöge von Medinacelli, beherbergt heute ihr umfangsreiches Familienarchiv und wird von einer Stiftung verwaltet. Herzstück der Anlage ist der Haupthof, ein heller vornehmer Patio mit luftigen, zweigeschossigen Arkaden und reichen yesería- Dekor. Wunderchöne Azulejo- Muster zieren den Haupthof in der Casa von Pilatus. Der farbenprächtige Schmuck wurde 15336 bis 1538 von Diego und Juan Polido geschaffen, zwei Handwerken aus Sevillas altem Stadtteil Triana.

Die hier ausgestellten Werke, vier Marmorstatuen und Kaiserbüsten, brachten ein Neffe Don Fadriques zu Beginn des 16.Jahrhundert von seiner Italienreise mit. Von Haupthof aus erreicht man die schönsten  Räume des Palastes. Rechts schliesst sich der Salón del Pretorio an, ein langgesstreckter Saal, der von einer kunstvoll gearbeiten artesonado- Decke überdacht wird. Auch hier sind die Wände mit Fliesen und Stucktapeten überzogen .

Über der orangenfarbenen Corredor del  Zaquizami, einen im klassizistischen Geschmack gehaltenen, mit zahlreicen Büsten,  Trophäen und Grabplatten ausgestatteten Durchgang , gelangt man in den hübschen Jardin Chico, den kleinen Garten mit Wasserbecken, Palmen und bunten Blumenrabatten , und weiter in den Salón Dorado, einen vornehmen Pavillon, der in den Garten hineinragt.

Über den Haupthof erreicht man schliesslich  auch das Gabinete de Pilatos. einen der schönsten Säle der mudejaren Kunst. Auch hier finden wir eine prächtige artesonado  Decke und den aufwendigen Wandschmuck aus Fliesen und Stuck vor und entdeclen zusätzlich einen kleinen, in den Boden eingelassenen Bronzebrunnen. Abschliessend sollte man auch einen Blick ins Treppenhaus werfen, eine imposante Anlage, in der man noch einmal die Vorliebe für Kacheln und Gipsbrennerei geniessen kann. Vielleicht ist er das schönste Museum der ganzen Stadt. Er liegt nicht weit weg von der Kathedrale und Giralda.

Der Goldturm

29 November, 2008

Die Torre del Oro ist zwar bei weitem nicht so lang elegant und alt wie die Giralda, aber ebenso so ruhm und legendenreich, und auch ein Wahrzeichen der Satat. Der massive, Kantige Turmbau war 1220, acht Jahre nach der vernichtenden Niederlage der Mauren bei las Navas de Tolosa, errichtet worden und bildete den wichtigsten der 166 Wehrtürme der gesamten almohadischen Verteidigunsanlage, denn er kontrollierte Hafen und Brückensteg. Er war weder golden noch so nüchtern wie heute, sondern weiss gekalkt und erhielt 1760 einen Turmaufbau mit goldfarbenen Fliesen. Der ungewöhnliche, zwölfeckige Grundriss lässt auf einen ” Windturm” schliessen, der allen zwölf Winden die Stirn bietet.

Der Goldturm (Sevilla - Spanien)

Der Goldturm (Sevilla - Spanien)

Im laufe seiner knapp 800 jährigen Geschichte hat der Turm siebzehn verschiedene Funktionen ausgeübt : Zunächst diente er ab 1220 als Verteidigunsturm, dann den chiristlichen Eroberern ab 1271 als Kapelle, später als Leuchtturm, Münze und Gefängnis, als Festpavillon für die Könige, als Wartesaal vor ihrer Einschiffung, als Tresor, Taubenschlag und Blitzableiter, als Messlatte für den Wasserstand (denn die aussen angebrachten Kacheln erinnern an diverse Überschwemmungskatastrophen ), als Kandelaber mit Festbeleuchtung, Pulverturm, Bastei nd Aquarium, als Büro und Wohnhaus. Heute beherbergt er das Marinemuseum, das Seekarten und Navigationsintrumente ausstellt,  und er zeigt Schiffsmodelle, Fischfanggeräte, Bilder und Grafiken.

Unten am Fluss, wo in Sevilla glanzvollsten Zeiten die Galleonen ankerten, die nach Amerika ausliefen oder mit Schätzen beladen von dort zurückkehrten, liegen heute Boote für Rundfahrten bereit. Nach anstrengeder Stadtbesichtigung genau das Richtige: eine Bootsfahrt auf dem Guadalquivir zu den schönsten Brücken über dem Fluss und dem Expo-Gelände.